Suche
  • Tel.-Nr.: 030 / 863 20 27 80
  • Fax-Nr.: 030 / 863 20 27 98
Suche Menü

Corona – wie die Reichen von den Armen lernen können

Seit Beginn des Jahres 2020 hält uns das schlimmste Killervirus, das diesen Planeten je betreten hat, in Atem. „SARS-Cov-2“, das sogenannte „Coronavirus“, eroberte laut Medienberichten von Dezember 2019 bis März 2020 mehr oder weniger die gesamte Welt und verursachte enormen Schaden. Keine Seuche der Menschheitsgeschichte, nicht einmal der berühmte „Schwarze Tod“, der Mitte des 14. Jahrhunderts Schätzungen zufolge ein Drittel der damaligen Bevölkerung Europas dahinraffte, konnte je zu einem Grund dafür werden, dass das Osterfest in Rom abgesagt wurde. Anders im Falle Corona. Insbesondere die im Zusammenhang mit diesem Virus verordneten weltweiten staatlichen Maßnahmen sorgten und sorgen bis zum heutigen Tage, im Dezember 2020, für den voraussichtlich schwersten ökonomischen Zusammenbruch der Menschheitsgeschichte. Das Jahr 2021 verspricht daher tatsächlich spannend zu werden.
Der Druck, der in diesem Jahr auf unserem Planeten herrschte und nach wie vor herrscht, brachte so manche Erkenntnis ans Licht – Freunde und Familien zerstritten sich, manch andere fanden gerade durch Corona zueinander. So mancher Charakter wurde ersichtlich, beispielsweise, wenn es um die eifrige Zusammenarbeit mit staatlichen Instanzen zur Eindämmung des Virus ging – bei der Meldung von Gartenpartys, der Anzeige von Maskensündern und bei anderen ernsthaften Vergehen. 
Eine weitere Offenbarung, die uns unser aktuelles Schreckensvirus, welches ungewöhnlich große Aufmerksamkeit von Seiten der Politik und Medien erfährt, beschert, ist die Wahrheit über den Zustand der Gesundheitssysteme dieses Planeten. Glaubten wir noch bis zuletzt, dass gerade die fortschrittlichen, westlichen Staaten über die bestmöglichen gesundheitlichen Standards der Welt verfügen, so lehrt uns das Beispiel Corona etwas anderes. Ausgangspunkt sind die offiziellen Zahlen der Johns Hopkins Universität in Baltimore, welche die Corona-Opferzahlen für die gesamte Welt liefert. Die Johns Hopkins Universität war Teilnehmer an dem „Event 201“, einer Veranstaltung, die im Oktober 2019 in New York City stattfand. Event 201 wird auf der Webseite der privaten Universität selbst als „multimedia pandemic excercise“ bezeichnet. Diese „Übung“ wurde gemeinsam mit der Bill & Melinda Gates Foundation und dem World Economic Forum ausgerichtet. Das Engagement der Gates Foundation an der weltweiten Entwicklung von Impfstoffen sowie die Propagierung des sogenannten „great reset“ von Seiten des World Economic Forum sollen hierbei zumindest erwähnt werden, jedoch kein Hinweis auf mögliche Spekulationen oder gar Verschwörungen sein, sondern lediglich als Zufall betrachtet werden. Jedenfalls ist die Johns Hopkins Universität mit Sicherheit diejenige Institution, die für eine mögliche Meldung von Opferzahlen einer weltweiten Pandemie am besten geeignet ist.
Die Opferzahlen wurden an den Tagen des 27. und 28. November 2020 erfasst, ebenso wie die Bevölkerungszahlen der Länder dieser Erde (entnommen aus dem „Worldometer“). 
Laut den Zahlen der Johns Hopkins Universität eroberte das Coronavirus, ausgehend von China, in kürzester Zeit nahezu jeden Winkel dieser Erde. Tatsächlich sind die einzigen Länder der Welt, aus welchen bis zum 28. November 2020 keine Opferzahlen gemeldet wurden, die Länder Bhutan, Kambodscha, Dominica, Eritrea, Grenada, der Vatikanstaat, Laos, die Marshall Inseln, die Mongolei, Saint Kitts & Nevis, Saint Vincent & the Grenadines, die Seychellen, die Salomon Inseln, Timor-Leste (Osttimor) und Vanuatu.
Ein Blick auf die vom Coronavirus betroffenen Länder, d.h. jene Länder, die laut Johns Hopkins zumindest einen toten Menschen zu beklagen haben, offenbart nun etwas Erstaunliches. Ohne eine entsprechende Recherche wäre es naheliegend zu glauben, dass gerade die reichen Länder des Westens besonders gut in der Lage wären, die Verbreitung des Virus einzudämmen bzw. an Covid-19 erkrankte Personen bestmöglich zu versorgen. Es scheint, als wäre das genaue Gegenteil der Fall. Nirgendwo ist laut Johns Hopkins das Verhältnis von „Covid-19-Opfern“ und der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Staates so schlecht, wie gerade im Mutterland der europäischen Hauptstadt Brüssel, Belgien. Ganze 0,14% der Gesamtbevölkerung des Landes raffte das Virus dahin, gefolgt von San Marino (0,13%), Peru (0,11%), Andorra (0,10%), Spanien (0,10%), Italien (0,09%), Großbritannien (0,09%), Argentinien, Brasilien, Mexiko, die USA, Chile und Frankreich (alle 0,08%). 
Diese Länder sind somit jene, welchen es bislang am schlechtesten gelang, ihre Bevölkerungen vor den tödlichen Folgen des Killervirus zu schützen. 
Am anderen Ende der Fahnenstange, d.h. jene Länder, deren Gesundheitssysteme offenbar am besten in der Lage waren, ihre Bevölkerungen vor Covid-19 zu schützen, sind dagegen Burundi, Taiwan, Tansania, Vietnam, Papua Neuguinea, Thailand, die Westsahara, die Fidschi-Inseln, Niger, Burkina Faso, China, Benin, Ruanda, die Demokratische Republik Kongo, Mozambique, Uganda, Singapur, die Elfenbeinküste und Sri Lanka (alle 0,00%).
Nun könnte man argumentieren, dass es gerade armen Ländern dieser Erde, in welchen es oft abgelegene und weitestgehend isolierte Dörfer gibt, relativ leicht haben, die Ausbreitung des Virus zu unterbinden. Andererseits gibt es auch dort Großstädte, deren Stadtbilder oft von Elendsvierteln geprägt sind. Man müsste meinen, dass gerade dort eine Seuche, die allein durch Atmen, z.B. im Supermarkt oder in der Schule, todbringend sein kann, dramatische Folgen haben sollte. Deshalb hatte man ja in zahlreichen Ländern eine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung eingeführt.
Laut offizieller Daten der Johns Hopkins Universität ist dem nicht so. Spekulationen darüber, dass die Zahlen aus diversen Ländern, welche die Universität veröffentlicht, fehlerhaft sein könnten, sollen außer Acht gelassen werden. Ansonsten könnte die gesamte Statistik hinterfragt werden. Vorsätzlich falsche Zahlen könnten zudem auch als Verschwörungen verschiedener Regierungen verstanden werden, Vermutungen, von welchen sich dieser Beitrag vehement distanziert. Gerade China scheint hier besonders markant zu sein, da es gemeinhin als das Mutterland des Coronavirus gilt. Offiziell ist es den Chinesen mit am besten gelungen, die Verbreitung des Virus umgehend einzudämmen und die Anzahl der Todesopfer auf einem Minimum zu halten. Insgesamt verstarben keine 5.000 Menschen in China an Corona – in einem Land mit über 1,4 Milliarden Einwohnern und einer täglichen Mortalität von etwa 25.000 Menschen.
Deutschland liegt im Gefährlichkeitsranking der Seuche mit einer Todesrate von 0,02% auf Platz 65, Österreich mit 0,03% auf Platz 45 und die Schweiz mit einer Überlebensquote von nur 99,95% gar auf Platz 31 weltweit.
Das sicherste Coronaland Europas, mit dem effektivsten Gesundheitssystem und einer Todesrate von 0,00%, ist, sieht man vom Vatikanstaat ab, Zypern auf Platz 106 von 174 seuchengeplagten Ländern der Erde, gefolgt von Norwegen, Platz 98 und Finnland auf Platz 94, beide mit einer Überlebensrate von 99,99%.
Corona eröffnet in der Tat neue Gesichtspunkte – einer davon ist sicher die Fähigkeit, die eigene Bevölkerung vor der Todesseuche zu schützen. Hier haben die reichen Länder des Westens von den armen Ländern Afrikas oder Asiens, wie Burkina Faso oder Papua Neuginuea offensichtlich viel zu lernen.  

Bratislava, Zdeněk Kedroutek, 7.12.2020 

Quellen:
https://coronavirus.jhu.edu/map.html
https://www.centerforhealthsecurity.org/event201/191017-press-release.html
https://www.worldometers.info/world-population/population-by-country/