Corona-Untersuchungsausschuss Sachsen: dieBasis fordert echte Aufarbeitung

Berlin, 27. August 2025. Die Basisdemokratische Partei Deutschland (kurz: dieBasis) zeigt sich tief besorgt über die mangelnde Transparenz und die widersprüchlichen Aussagen im Rahmen der jüngsten Sitzung des Corona-Untersuchungsausschusses im Sächsischen Landtag. Die konträren Einschätzungen von Virologe Prof. Christian Drosten und Datenanalyst Tom Lausen offenbaren nicht nur gravierende Differenzen in der Bewertung der Corona-Maßnahmen, sondern werfen auch grundlegende Fragen zur politischen Verantwortung und zur Wahrung der Grundrechte auf.

Am 21. August 2025 fand im Sächsischen Landtag in Dresden eine weitere Sitzung des Corona-Untersuchungsausschusses statt. Im Mittelpunkt standen zwei Experten mit konträren Einschätzungen zur Corona-Politik: Virologe Prof. Christian Drosten und Datenanalyst Tom Lausen. Ihre Aussagen offenbarten nicht nur unterschiedliche Perspektiven, sondern auch dringende Fragen zur politischen Verantwortung und zum Schutz der Grundrechte.

Untersuchungsausschuss Sachsen; dieBasis fordert echte Aufarbeitung

Prof. Drosten verteidigte Corona-Maßnahmen wie die Schulschließungen und lobte die Impfkampagnen als wirksam. Er kritisierte die mediale Verzerrung wissenschaftlicher Debatten und sprach sich für eine stärkere Trennung von Wissenschaft und Politik aus.

Dem gegenüber stellte Tom Lausen eine faktenbasierte Nachbetrachtung vor, die viele der offiziellen Narrative infrage stellt. Studien der Unikliniken Leipzig und Dresden zeigen: Kinder infizierten sich seltener als Erwachsene und erkrankten kaum schwer – dennoch wurden Schulen geschlossen, ohne die psychosozialen Folgen zu berücksichtigen.

Lausen wies zudem nach, dass vor allem pflegebedürftige Menschen in Sachsen an Corona starben – auch während der 2G-Zeit, obwohl diese Gruppe weitgehend geimpft war. Ein gezielter Schutz der Risikogruppen wäre laut Lausen sinnvoller gewesen als flächendeckende Zwangsmaßnahmen. Besonders kritisierte er Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der trotz Risikoeinstufung der Nachbarländer Tschechien und Polen den Zugang von Pendlern zu Pflegeheimen nicht unterband.

Ein weiterer zentraler Punkt: In sächsischen Kliniken wurde bei über 84 % der Patienten 2021 und bei fast 90 % im Jahr 2022 der Impfstatus nicht erhoben. Trotzdem wurde öffentlich behauptet, Ungeimpfte seien die Treiber der Pandemie – eine Behauptung, die laut Lausen nicht belegbar ist.

Besorgniserregend ist auch die unterlassene Datenübermittlung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen: Obwohl gesetzlich verpflichtet, Impfnebenwirkungen regelmäßig an das Paul-Ehrlich-Institut zu melden, kam keine der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen dieser Pflicht nach. Konsequenzen blieben aus. Gleichzeitig wurden Bürger für das Nichttragen einer Maske mit Bußgeldern belegt. Dieses Ungleichgewicht wirft laut Lausen grundlegende Fragen zur Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit auf.

Im internationalen Vergleich stellte Lausen fest: Länder wie Schweden, die auf Empfehlung und Eigenverantwortung statt Zwang setzten, kamen besser durch die Pandemie. Während Deutschland von 2020 bis 2024 durchgehend eine Übersterblichkeit verzeichnete, war diese in Schweden nur im Jahr 2020 zu beobachten. Lausen kritisierte anhand der Daten die Pandemie-Bewältigung in Deutschland und hob Schweden als „überragenden Pandemiebewältiger“ und somit als Vorbild hervor.

„Nach Ansicht der Partei dieBasis ist eine ehrliche, unabhängige und öffentlich zugängliche Aufarbeitung der Pandemiepolitik unerlässlich, um Vertrauen in demokratische Prozesse wiederherzustellen und zukünftige Krisen verantwortungsvoll zu bewältigen“, kommentiert die Bundesvorsitzende Skadi Helmert. Die mangelnde Transparenz des Ausschusses sei nicht tolerabel.

„Wir kritisieren scharf, dass weder Videoaufnahmen, Tonmitschnitte noch Publikumsfragen zugelassen sind, obwohl die Sitzungen aus Steuergeldern finanziert werden. Eine demokratische Aufarbeitung sieht anders aus.“

DieBasis fordert daher eine umfassende und unabhängige Aufarbeitung der Corona-Politik – inklusive der Impfkampagnen und der Grundrechtseinschränkungen. Politische Entscheidungsträger und Institutionen müssen für wissenschaftlich nicht fundierte Maßnahmen und Versäumnisse zur Rechenschaft gezogen werden.

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