Das Projekt wächst und gewinnt Dynamik
Am 15. Februar 2025 startete die kampagnenübergreifende Initiative „Für ein neutrales Deutschland“, initiiert von der AG Frieden Köln der Partei dieBasis – parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz. Seither hat sich eine wachsende Bewegung entwickelt, die über Parteigrenzen hinweg das politische Gespräch über Neutralität und aktiven Frieden sucht und dafür bundesweit Aufmerksamkeit erzeugt.
In den vergangenen zwölf Monaten zeigten sich viele Facetten dieser Idee: Beiträge von Gewerkschaftern, Publizisten und Friedensaktivisten machten deutlich, dass Neutralität nicht als Rückzug verstanden wird, sondern als aktive Friedenspolitik mit dem Ziel, Brücken zu bauen, zu vermitteln und Sicherheit neu zu denken. Bei Demonstrationen, öffentlichen Diskursen und Artikeln wurde der Gedanke eines souveränen Deutschlands – frei von kriegerischen Verpflichtungen – weitergetragen.

Friedensmodell für Europa
Ein Highlight des vergangenen Jahres war eine größere Kundgebung in Wien, bei der der Gedanke der Neutralität als Friedensmodell für Europa vorgestellt wurde. Dort, so die Initiatoren, zeige sich die Attraktivität einer Politik, die nicht auf militärische Macht, sondern auf Dialog, Vermittlung und Kooperation setzt – gerade in Zeiten wachsender globaler Spannungen.
Die Kampagne stützt sich dabei nicht nur auf politisches Engagement, sondern auch auf historische Argumente und neue strategische Entwürfe: Befürworter verweisen darauf, dass ein Verbund aus neutralen, souveränen und blockfreien Staaten von Schweiz, Österreich und Deutschland als Vorbild für andere EU-Staaten fungieren könnten, um so Europa vor neuer Eskalation zu bewahren. Zugleich wird betont, dass eine gesetzlich verankerte Neutralität Deutschlands (Neutralität ins Grundgesetz) ein Grundelement für die Unabhängigkeit und Sicherheit des Landes wäre.
Was wurde erreicht?
Die Kampagne hat bereits Tausende Unterstützerinnen und Unterstützer, Initiativen aus mehreren Ländern und zahlreiche öffentliche Aktionen zusammengebracht. Sie hat ein Netzwerk geschaffen, das Politik, Gesellschaft und Zivilgesellschaft verbindet – über bestehende politische Lager hinweg.
Heute, ein Jahr nach dem Start, zieht die Initiative eine positive Bilanz: Die Bewegung ist gewachsen, hat Erfahrungswerte gesammelt und sich inhaltlich weiterentwickelt. Die Zahl der Unterstützer steigt kontinuierlich, Diskussionen über Neutralität werden intensiver geführt, und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen melden sich Befürworter zu Wort.
Ausblick auf 2026 – Gemeinsam weiterdenken und handeln
Für 2026 planen die Initiatoren einen weiteren Meilenstein: Unter dem Arbeitstitel „Internationale der Neutralität“ soll eine Konferenz mit Beteiligung der neutralen Staaten Irland und Turkmenistan sowie skandinavischer Länder stattfinden. Diese Veranstaltung zielt darauf ab, die Idee einer Friedenspolitik ohne militärische Bindungen weiter zu internationalisieren und neue Partnerschaften zu schmieden.
Die Initiatoren laden alle Interessierten ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen – sei es durch Unterzeichnung, Teilnahme an Veranstaltungen oder durch Diskussionen über Neutralität als Grundlage künftiger Sicherheitspolitik.
👉 Hier die vollständige Erklärung* mit allen Hintergründen, Stimmen und Details als PDF ansehen.
*Lagerübergreifende Kampagne „Für ein neutrales Deutschland“ (initiiert von der AG Frieden dieBasis Köln) Anneliese Fikentscher, Andreas Neumann und Wolfgang Pawlik
Mehr Informationen: https://deutschlandNEUTRAL.de